Interview Implenia
Digitalisierung in der Arbeitssicherheit mit Equasio
Als führender Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister entwickelt, realisiert und bewirtschaftet Implenia Lebensräume, Arbeitswelten und Infrastruktur für künftige Generationen in der Schweiz und in Deutschland. Zudem bietet Implenia in weiteren Märkten Tunnelbau und damit verbundene Infrastrukturleistungen an. Entstanden 2006, blickt Implenia auf eine rund 150-jährige Bautradition zurück. Das Unternehmen fasst das Know-how aus hochqualifizierten Beratungs-, Entwicklungs-, Planungs- und Ausführungseinheiten unter einem Dach zu einem integrierten, multinationalen Bau- und Immobiliendienstleister zusammen. Mit ihrem breiten Angebotsspektrum sowie der Expertise ihrer Spezialisten realisiert die Gruppe grosse, komplexe Projekte und begleitet Kunden über den gesamten Lebenszyklus ihrer Bauwerke. Dabei stehen die Bedürfnisse der Kunden und ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg sowie sozialer und ökologischer Verantwortung im Fokus. Implenia mit Hauptsitz in Opfikon bei Zürich beschäftigt europaweit über 9‘000 Mitarbeitende (FTE).
Thomas Salathé ist Head Safety im Bereich Hochbau Schweiz. Er leitet ein Team von sechs Personen und betreut zusätzlich die operative Einheit Modernisierung im Kontext der Arbeitssicherheit. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Verhinderung von Unfällen, der Schutz von Menschen sowie die Sicherstellung eines reibungslosen und gesetzeskonformen Projektablaufs in Bezug auf Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Ebenso gehören Schulungen, Sensibilisierungsmassnahmen und die Sicherstellung der Überprüfung der Qualifikationen der Mitarbeitenden auf den Baustellen zu seinem Verantwortungsbereich.
„ Früher arbeiteten unsere Projektteams mit ausgedruckten Excel-Listen, die auf den Baustellen manuell unterschrieben, anschliessend ins Sekretariat zurückgebracht, dort zusammengefasst und erneut verteilt wurden. Es gab kein durchgängiges System und keine Möglichkeit, eine Übersicht in Echtzeit zu erhalten“, erinnert sich Herr Salathé. „Wir brauchten bis zu zwei Wochen für eine Auswertung.“
Das Potential der Digitalisierung und die verschärften gesetzlichen Anforderungen im Bereich Arbeitssicherheit führten dazu, dass Implenia nach einer neuen Lösung suchte.
Dank eines Kontakts des Vorgängers von Herrn Salathé konnte Implenia im Jahr 2023 einen ersten einfachen Pilotversuch mit dem Equasio-System starten und mit einigen wenigen Einheiten testen.
„Ziel der ersten Testphase war es, direktes Feedback von unseren Mitarbeitenden auf den Bauprojekten zu erhalten. Gemeinsam stellten wir fest, dass das Equasio-Tool noch nicht vollständig ausgereift war. Beide Seiten arbeiteten jedoch engagiert daran, die Anforderungen und Verbesserungsvorschläge zu definieren, sodass wir ein Jahr später bereit für die Umsetzung waren“, erklärt der Head Safety Buildings.
Es folgte eine detaillierte Projektbeschreibung sowie ein Benchmark, um bestehende Lösungen auf dem Markt zu analysieren.
„Keine andere Lösung konnte unsere Anforderungen so umfassend abdecken wie die von Equasio.“
Die weiterentwickelte Lösung von Equasio wurde anschliessend in der Abteilung von Herrn Salathé in der Pilotphase getestet, zudem wurden technische Schnittstellen zu den Umsystemen hergestellt.
«Der automatische Datenaustausch war entscheidend für ein positives Feedback unserer Projektteams» erinnert sich Herr Salathé. «Wir haben schnell erkannt, dass Equasio uns rund 70 % des manuellen administrativen Aufwands spart, der nötig gewesen wäre, um die gesetzliche Konformität zu gewährleisten.»
Heute nutzt der Hochbau von Implenia in der Schweiz drei modular aufgebaute Bausteine des Systems:
- Qualifikationsmanagement
- Instruktionen und Unterweisungen
- E-Learning- und Verständnistests
Die wöchentlichen Jour-Fixe-Meetings mit Equasio ermöglichen es Herrn Salathé, die Zusammenarbeit zu pflegen und das System im gemeinsamen Development-Spirit weiterzuentwickeln.
„Dank der Flexibilität, des Services und der schnellen Umsetzung wird das Tool spezifisch für die Anforderungen der Baustellen und der Administration weiter optimiert“ Thomas Salathé.
„Die Rechtssicherheit ist so gewährleistet, ohne dass wir sie manuell prüfen müssen. Das System ist extrem transparent und die Daten der heute rund 400 gewerblichen Mitarbeitenden sind in Echtzeit genau dort verfügbar, wo sie gebraucht werden – auf der Baustelle.“
Implenia plant den weiteren Roll-out des Systems, zunächst sollen weitere 300 Hochbau-Mitarbeitenden in der Westschweiz Equasio erhalten. Anschliessend folgen etwa 400 Tiefbau-Mitarbeitende in der Westschweiz, sowie weitere Einheiten.
„Dank der Partnerschaft mit Equasio erfüllen wir alle Nachweispflichten mit deutlich weniger administrativem Aufwand und höherer Qualität – alles in einem vollständig integrierten System“, fasst Thomas Salathé abschliessend zusammen.
